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Vortragender: Prof. Dr. Eberhard Fischer, Universität Koblenz
Treffpunkt: Vortragsraum des Naturhistorischen Museums Mainz, Präsenzvortrag
Kurzfassung:
Der zum UNESCO-Welterbe gehörende Nyungwe-Nationalpark in Ruanda beherbergt ein äußerst vielfältiges, arten- und endemiten-reiches Refugialgebiet, das von montanem Regenwald bedeckt ist. Das herpetologische Inventar des Parks ist nach wie vor unvollständig, was durch einen stetigen Strom von Neuentdeckungen belegt wird. Wir geben einen Überblick über die Forschungsgeschichte von den frühesten Expeditionen bis zu den jüngsten Feldarbeiten und verweisen auf die einschlägige Literatur. Wir präsentieren eine aktualisierte, kommentierte Liste der im Park nachgewiesenen Arten. Wir dokumentieren 34 Amphibien- und 50 Reptilienarten aus dem Nationalpark, wobei 59 % der Amphibienarten und 34 % der Reptilienarten im Albertine-Rift endemisch sind, und drei der Amphibienarten lokal-endemisch im Nyungwe-Wald. Wir charakterisieren die drei Haupthöhenzonen der Vegetation und ordnen die Amphibien- und Reptilienarten ihren bevorzugten Höhenzonen zu. Wir ordnen die Arten biogeographisch zu und geben den Status der Arten auf der Roten Liste der IUCN an. Wir diskutieren die Etymologie der Waldnamen und anderer umgangssprachlicher Begriffe und beschreiben traditionelle Vorstellungen über den Wald und geben Volksnamen an.




