Beitragsseiten

aktualisiert: 26.11.2020
Praktische Tipps für Naturbeobachtungen in allen Jahreszeiten


Tipp für botanische Studien im Gelände:
Frühling in Corona-Zeiten, das bedeutet, dass wir einsam oder zweisam die Natur erkunden und auf die uns liebgewordenen gemeinsamen Begehungen verzichten müssen.
Kein Ersatz dafür, aber eine Bestimmungshilfe für Pflanzen, bietet die App Flora Incognitahttps://floraincognita.com/de/apps/flora-incognita/

Gerne empfehlen wir diese App für das Smartphone bzw. Iphone, die von der Technischen Universität Ilmenau und dem Max-Planck-Institut für Biogeochemie entwickelt wurde und auf der Basis eines Neuronalen Netzwerkes mit über 1 Mio. Daten im Hintergrund funktioniert. Auf der Webseite findet ihr / finden Sie sehr anschauliche Erläuterungen zur Funktionsweise.

Auch Kindern macht diese Art der Naturerkundung Freude.
Bleibt / Bleiben Sie gesund wünscht allen der RNG-Vorstand und -Beirat.

Tipp für botanische Studien/Bestimmungen:
Die Webseite von Thomas Meyer Blumen in Schwaben: http://www.blumeninschwaben.de/
Über 4000 Pflanzenarten sind beschrieben, über ein Artenverzeichnis und gut gegliederten Bestimmungsschlüssel aufzufinden.

 

Wildpflanzenschutzprojekt

Der Botanische Garten der Universität Mainz beteiligt sich am deutschen Wildpflanzenschutzprojekt. Man kann diesem Projekt auf Instagram folgen https://www.instagram.com/wildwuchs.wips/.

Es gibt natürlich auch eine Webseitei: https://www.wildpflanzenschutz.uni-osnabrueck.de/

 


Spätherbst im Nationalpark Hunsrück-Hochwald

Die Börfinker Ochsentour

Ein Natur-Wandertipp außerhalb Rheinhessens von Knut Jäger

Auf der Webseite des Nationalparks findet man Informationen.

Das Hangmoor Ochsenbruch

Die artenreichen Wiesen im Spätherbst.


Das Aulheimer Tal bei Flonheim im Spätherbst

Auf einem Weinlaubblatt entdeckte Enikö Tweraser dieses spannende Objekt. Es handelt sich um die Oothek (ein Schaumnest als Eipaket) einer Gottesanbeterin (Mantis religiosa). Die Weibchen legen ihre Schaumnester an Ästen oder auf glatten Flächen ab. Die Oothek ist zunächst weich und trocknet schnell, um fest und hart zu werden. So werden die Eier bis zum Schlüpfen gut geschützt, nicht nur mechanisch sondern auch thermisch.
In Rheinhessen werden immer häufiger europäische Gottesanbeterinnen beobachtet. Die im 18. Jh. erstmals in Deutschland beobachtete Fangschreckenart gilt inzwischen als stabil etabliert, wie auch eine Studie der Universität Mainz belegt. Eine Zusammenfassung gibt es bei diesem Link.

Foto: Janosch Tweraser

 Weitere Impressionen beim herbstlichen Spaziergang mit Fotos von Elke Entenmann:

Der berühmte Flonheimer Trullo

Boviste im Weinberg

Jetzt leicht zu finden: Achate in Feld und Flur.


 

Sommerflora und -fauna im Juli / August 2020

Ein Besuch im NSG Kalksteinbrüche Rosengarten bei Guntersheim lohnt auch im Hochsommer!

https://wonnegau.bund-rlp.de/themen-und-projekte/naturschutzgebiet-kalksteinbrueche-rosengarten/
Siehe auch RNG-Exkursionschronik Juni 2020. Vergangene Woche flogen noch große Mengen von Bläulingen: Polyommatus coridon, Silbergrauer Bläuling

 


Studien im Garten und in der Natur - April 2020

In voller Blüte steht am 30. April 2020 der Blaurote Steinsame (Lithospermum purpurocaerolum) im NSG Gau Algesheimer Kopf. Es sind riesige Bestände, die dieseits und jenseits der Wege zu bestaunen sind und mit dem zarten Blau einen wunderschönen Anblick bieten.

Ihre Bestäuber, Wildbienen und Hummeln, werden mit  Nektar und Pollen der Blüten belohnt. Die Pflanze ist auch eine Futterpflanze für die Raupen der Spanischen Flagge.

Die steinharten, weißen Samen, die von Sommer bis in den Winter an den braunen, vertrockneten Stielen hängen, sind namensgebend.
Hier findet ihr die Verbreitungskarte für Deutschland.

Foto: Elke Entenmann

 

Im NSG Jakobsberg/Ockenheim, Hohlweg am Friedenskreuz, blühen gerade die Apennin-Sonnenröschen (Helianthemum apenninum).
Eine der ganz großen Raritäten Rheinhessens.
Es kommt in Deutschland nur an sehr, sehr wenigen Standorten vor. Hier könnt ihr euch überzeugen: http://www.floraweb.de/webkarten/karte.html?taxnr=2772

Dass diese Art bei uns noch nicht verschwunden ist, verdanken wir den professionellen Biotop-Pflegenmaßnahmen!!!

Foto Günther Entenmann

Die Apfelbäume der Naturschutzgruppe Ingelheim (NSGI) zwischen Heidenfahrt und Ingelheim am Leinpfad und am Radweg westl. von Frei-Weinheim blühen zur Zeit wunderschön und sind einen Besuch wert.

Foto Wolfgang Tschuck

 

Purpurknabenkraut (Orchis purpurea) beginnt gerade (20.4.2020) zu blühen, z.B. am Zotzenheimer Horn.
Bitte daran denken: Nur schauen, freuen, fotografieren, niemals pflücken!

Fotos Elke Entenmann

Es lohnt sich bei den Spaziergängen auch mal die Eichen anzuschauen. Sie blühen zur Zeit. Nicht wundern: Eichen sind einhäusig, d.h. ein Baum hat sowohl weibliche als auch männliche Blüten. Die männlichen sind leicht zu sehen. Die weiblichen muss man schon suchen. Wer eine Lupe zur Hand hat, kann die winzig kleinen weiblichen Blüten noch besser studieren.

Foto: Elke Entenmann

--------------------------------------------------------------------------------------

Dunkler Dickwanst, Schillerwanze (Eysarcoris venustissimus)
Garten in Ingelheim
Foto: Günther Entenmann

Diese sehr häufige kleine Baumwanzenart besiedelt Staudenfluren an Laubwaldrändern, Wegrainen und feuchten Wiesen.
Sie ist weitverbreitet in Europa vom Atlantik bis Sibirien und nach Süden bis Nordafrika.
Die Tiere leben gesellig auf und unter ihren Futterpflanzen, an denen auch die Eiablage erfolgt und die Larvenentwicklung stattfindet.
Es sind werden Lippenblütengewächse besiedelt (z.B. Stachys, Galeopsis, Lamium, Ballota) .
Erwachsene Tiere überwintern und legen im Frühjahr bis in den Frühsommer Eier.
Larven sind so bis in den Spätsommer zu finden - die ersten erwachsenen Tiere der neuen Generation sind Anfang August zu finden.

 

Tipp für eine einsame Begehung - April 2020

Der Lieberg bei Gau Odernheim - Wilde Tulpen (Tulipa sylvestris) und Turmfalken

Zwei Turmfalkenpaare in Konkurrenz um einen Nistplatz auf dem Lieberg

Fotos Elke Entenmann