aus Rheinhessen.
Die Präsentation wird in unregelmäßigen Abständen erweitert.

 

Mancosinodia manca (Braun, 1850)

Stratigraphie: Tertiär, höchstes Oberoligozän (Chattium), Mainz-Gruppe, Oppenheim-Formation. Die Art ist ein Leitfossil im Mainzer Becken. Sie setzt an der Untergrenze der aquatischen Molluskenzone Vc ein und reicht bis zur Zone VIc.

Sammler / Fundort: Matthias Grimm, Stbr. Mainz-Weisenau 1985

 

Mancosinodia manca ist eine marine Muschel aus der Familie der Venusmuscheln

(Veneridae). Die Mantellinie auf der Schaleninnenseite hat hinten eine Einbuchtung, den „Sinus“ (siehe Bild). Daran kann man erkennen, dass diese Art am Hinterende „Siphonen“ hatte. Das sind zwei Versorgungs-Röhren (Atem- und Afterröhre), über die Frischwasser eingesaugt und Abfälle entsorgt wurden. Dies ist typisch für eine infaunale – im Sediment vergrabene – Lebensweise.

 

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Pinna sandbergeri Mayer-Eymar, 1864

Stratigraphie: Tertiär, Grenzbereich Oberoligozän /Untermiozän, Mainz-Gruppe, Oppenheim-Formation. Die Art bildet eine Leitbank in der aquatischen Molluskenzone VIc

 

Sammler / Fundort: Matthias Grimm, Sörgenloch 1972

 

Steckmuscheln sind marin Muscheln, sie leben semiinfaunal (d.h. halb eingegraben). Das spitze Vorderende steckt dabei im Sediment, das Hinterteil ragt über die Sedimentoberfläche. Die aufrechte Position wird durch eine Verankerung mit organischen Fäden (Byssusfäden) stabilisiert. Steckmuscheln sind auf eine hohe Partikelfracht im Wasser angepasst. Durch Einströmöffnungen im Hinterteil wird das partikelhaltige Wasser den Kiemen zugeführt, mit denen die Muschel Sauerstoff aufnimmt und Nahrung aus dem Wasser filtriert. Die Nahrungspartikel werden dann dem Mund zugeführt. Größere oder nicht verwertbare Partikel werden über einen Abfallkanal wieder ausgeschieden.