Dienstag, 19. Oktober 2021, 18:30 Uhr

Dr. habil. Gösta Hoffmann und Valeska Decker, Rheinische Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn

Oman ist ein arides Land auf der arabischen Halbinsel. Eine besondere Bedeutung haben die Küsten des Landes. Historisch gesehen lagen zum einen die Häfen entlang wichtiger Handelsrouten zwischen Europa und Asien. Zum anderen bietet das Meer einen relativ einfachen Zugang zu Nahrung, da die Gewässer sehr fischreich sind. Auch heute konzentriert sich die Besiedlung entlang der Küsten, mit mehr als der Hälfte der Bevölkerung in dem Großraum Muscat.

Die Küsten unterliegen allerdings natürlichen Veränderungen. Unsere geowissenschaftlichen Forschungen der letzten Jahre konzentrieren sich hier auf Prozesse, die auf unterschiedlichen Zeitskalen stattfinden. Während lokale Hebungen eher langsam, über Jahrtausende ablaufen, treten Extremereignisse – wie zum Beispiel Tsunamis – innerhalb kürzester Zeit auf. Tsunamis und auch Stürme haben das Potential Küstenlandschaften gravieren zu verändern. Veränderungen beobachten wir auch in den Mangrovenwäldern entlang der Küste. Hier ergeben sich spannende Zusammenhänge zwischen anthropogener Nutzung und klimabedingten Änderungen.

Gösta Hoffmann